Castello del terriccio - castellina marittima casa del lupicaia e tassinaia
Die Ruinen der Burg, von der das Weingut seinen Namen hat, gemahnen uns an die Zeit des Mittelalters.
Die Burg liegt strategisch günstig, auf dem Gipfel eines Hügels.
Von hier aus konnte man bis weithin die tyrrhenische Küste überblicken, so daß die Pisaner von diesem Ausguck schon frühzeitig die Ankunft sarazenischer Piraten erkennen und sich gegen ihre fürchterlichen Raubzüge wappnen konnten. Zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert gab der Bischof von Pisa, ein Neffe von Papst Bonifaz VIII., im Namen der Römischen Kirche das Gut den Grafen Gaetani in Erbpacht.
Diese blieben für fünf Jahrhunderte Eigentümer der Burg und die Burg wurde mehr und mehr von einer bloßen Festung zum Mittelpunkt intensiver Landwirtschaft.
In dieser Zeit wurden die Gebäude des Gutshofes errichtet, um die Produktion von Getreide, Oliven und Wein, dem klassischen Anbau dieser Gegend, zu verwalten. Im 17.
Jahrhundert wurden weitere Gebäude errichtet, dann auch die Weinkellerei des Gutes.

Am Ende des 18. Jahrhunderts blieb dann dieser Zweig der Familie Gaetani ohne Erben und "Il Terriccio" wurde von den Fürsten Poniatowski erworben, polnischen Emigranten, in deren Besitz das Gut bis zum Ende des Ersten Weltkriegs blieb. Das Gut war auch in Bezug auf Bodenschätze interessant, der hügelige Boden war reich an Kupfer, Eisen und anderen Mineralien.

Die Familie Serafini Ferri
Die moderne Geschichte von "Il Terriccio" beginnt in der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs, als das Gut von den Grafen Serafini Ferri erworben wurde. In den Zwanziger Jahren veranlaßten die Serafini Ferri bedeutende Veränderungen, die Landwirtschaft wurde von Grund auf modernisiert. Ein Großteil des Grundes wurde für den Anbau erschlossen, man ließ Olivenbäume und Weinstöcke pflanzen und der Großteil der vorhandenen Weinberge wurde neu gestaltet. Bis in die sechziger Jahre hinein war das Gut, auf dem mehr als 60 Familien von Halbpächtern lebten, vor allem wegen seines Getreideanbaus bekannt (das ging so weit, daß es den Europarekord in der Produktion von Mais in der zweiten Ernte aufstellte), weniger für den Weinbau, für den noch im Jahre 1980 lediglich 25 ha zur Verfügung standen. Noch heute spielt der biologische Anbau von Getreide (Weizen und Dinkel), Viehfutter und Oliven eine wichtige Rolle, aber daneben ist die Bedeutung des Weinanbaus immer mehr gewachsen, so daß derzeit 60 ha für den Anbau von Wein genutzt werden. Unter der Leitung von Gian Annibale Rossi di Medelana Serafini Ferri ist "Il Terriccio" zu einem bedeutenden landwirtschaftlichen Gut mit 1860 ha geworden, das dank der aufgewandten Sorgfalt, insbesondere was den Weinbau betrifft, Weine mit großer Persönlichkeit produziert, die tief mit ihrem Terroir verbunden sind.
Familiengeschichte und Tradition





castello del terriccio
gian annibale rossi di medelana stemma araldico